Therapeutische Bewegung
Tibetisches Heilyoga – Meditation in Bewegung
Therapeutische Bewegung ist ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit. Sie verbindet achtsam ausgeführte Bewegung mit Atmung und Wahrnehmung und unterstützt den Körper dabei, Spannungen zu lösen und Regulationsprozesse anzustoßen.
Im Unterschied zu leistungsorientierten oder rein gymnastischen Ansätzen steht hier nicht die äußere Form im Vordergrund, sondern das innere Erleben von Bewegung und Veränderung.
Grundgedanke der Bewegung
Therapeutische Bewegung versteht den Körper als lernfähiges System. Durch gezielte, einfache Bewegungsimpulse können sich Spannungszustände verändern und neue Bewegungsmuster entstehen.
Bewegung dient dabei als Zugang: Es ist häufig einfacher, den Körper zu beeinflussen als den Geist. Indem der Geist bewusst in der Bewegung verankert wird, kann sich auch die innere Haltung verändern. In diesem Sinne lässt sich die Arbeit als eine Form der Meditation in Bewegung verstehen.
Tibetisches Heilyoga
Das tibetische Heilyoga, auch als Lu Jong bekannt, ist ein strukturiertes Bewegungssystem, das auf den Grundlagen der tibetischen Medizin basiert. In seiner heutigen Form wurde es von Tulku Lobsang für den westlichen Kultur- und Lebensraum systematisiert und zugänglich gemacht.
Zentrale Grundlage der Übungen ist das Modell der fünf Elemente – Feuer, Erde, Wasser, Raum und Wind. Diese stehen für unterschiedliche funktionelle Qualitäten im Körper. Ziel der Praxis ist es, diese Elemente durch gezielte Bewegung, Atmung und Wahrnehmung in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen und damit Regulation und Gesundheit zu unterstützen.
Meine Ausbildung im tibetischen Heilyoga habe ich innerhalb dieses Systems absolviert, überwiegend bei Elke Höllmann, sowie ergänzend bei Tulku Lobsang selbst. Die vermittelten Inhalte bilden die Grundlage meiner therapeutischen Arbeit mit dieser Bewegungsform.
Innerhalb des tibetischen Heilyoga lassen sich unterschiedliche Übungsgruppen unterscheiden. Dazu gehören Bewegungsabfolgen, die die Funktion der inneren Organe unterstützen, ebenso wie Übungen zur Mobilisation und Entlastung der Wirbelsäule. Darüber hinaus gibt es vertiefende Übungssequenzen, die bei spezifischen funktionellen Herausforderungen eingesetzt und individuell angepasst werden.
Im therapeutischen Kontext steht dabei nicht die Behandlung einzelner Symptome im Vordergrund, sondern der Ausgleich funktioneller Muster und die Unterstützung der körpereigenen Regulation.
